Informationen zu Vol. I, II, III
Das Spiel in all seinen Facetten bietet Chancen, auf unterhaltsame Weise unseren eigenen Zugang zur Welt im Zusammenspiel mit dem WIR, der Gruppe, zu erleben und zu hinterfragen. In Zeiten des „ästhetischen Kapitalismus“ (Gernot Böhme) vermarkten sich Individuen permanent selbst. Gemeinsam Spielen birgt potentielle Gegenentwürfe zu einer „Gesellschaft der Singularitäten“ (Andreas Reckwitz). Wollen wir die gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit meistern, brauchen wir wechselnde pluralistische und demokratische Allianzen. Wir können uns, auch kurzzeitig, zu „communities of creative practice“ (Marsha Berry) zusammenschließen. Unsere Designhappeningreihe ist ein Prototyp hierfür. Das Spiel bietet Möglichkeiten lähmende Haltungen abzuschütteln und Handlungsfähigkeit zu erfahren. Design ist die Fähigkeit der Imagination, das „was noch nicht ist“ in konkretisierter Form als neue Ergänzung der realen Welt in Erscheinung treten zu lassen (vgl. Nelson & Stolterman).

Methoden und Zielgruppe
U+U bieten einen Methodenmix aus Design- und Kunstwissen/praxis, Kreativem Schreiben und Szenischem Spiel, der multidisziplinäre Kompetenzen fördert und fruchtbar macht. Wir laden Kreative mit unterschiedlichen Interessensschwerpunkten ein, zwei Tage ihr vielschichtiges Erfahrungswissen in der Gruppe produktiv zu entfalten. Ziel jedes Wochenendes ist es, dem WIR eine eigenständige Form zu geben und es so faszinierend zu gestalten, dass wir – entgegen aller Skepsis – daran glauben (vgl. „Suspension of Disbelief“ Samuel Taylor).

Kompetenzen
Die Teilnehmer*innen erweitern ihren kreativen Spielraum und lernen Möglichkeiten des pluralistischen Gestaltens kennen. Sie durchlaufen an jedem Wochenende einen neuartigen Methodenmix und erarbeiten Ergebnisse, mit denen sie im Alltag weiterspielen können. Kreative können die im Designprozess erprobten Gestaltungs- und Forschungsmethoden in ihre eigene Praxis einbinden oder als Vermittler*innen in ihre eigenen Formate aufnehmen.

Berry, M.: Creating with Mobile Media. Melbourne, 2017.
Böhme, G.: Ästhetischer Kapitalismus. Berlin, 2016.
Nelson, H.G., Stolterman, E.: the design way. MIT Press, Berkeley 2003.
Reckwitz, A.: Die Gesellschaft der Singularitäten: Zum Strukturwandel der Moderne. Berlin, 2017.
Pfeffer, F.: To Do: Die neue Rolle der Gestaltung in einer veränderten Welt. Hermann Schmidt Verlag, Mainz, 2014.

Ein Kommentar zu „Designhappeningreihe

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